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OPS 2026 · Kapitel 8

8-98g.0 Komplexbehandlung bei Besiedelung oder Infektion mit isolationspflichtigen nicht multiresistenten Erregern: Komplexbehandlung auf spezieller Isoliereinheit

Prozedurenschlüssel 8-98g.0 aus dem OPS 2026, amtliche Fassung des BfArM.

  • Nicht endständig

8-98g.0 ist nicht endständig. Kodiert wird mit einem der 5 untergeordneten Codes.

Hinweis

  • Strukturmerkmale: Eine spezielle Isoliereinheit (eigenständige Infekt-Isolierstation) ist räumlich und organisatorisch von den restlichen Pflegeeinheiten des Krankenhauses getrennt. Jedes Zimmer ist über eine eigene Schleuse zu betreten

Untergeordnete Codes

Hinweise der übergeordneten Klassen

Inklusiva, Exklusiva und Hinweise übergeordneter Klassen gelten auch für 8-98g.0.

8-98g Komplexbehandlung bei Besiedelung oder Infektion mit isolationspflichtigen nicht multiresistenten Erregern

Inklusive

  • Isolation bei Infektionen durch Adeno-, Corona-, Noro- und Rotaviren

  • Isolation bei Kolitis durch Clostridium difficile

  • Isolation bei respiratorischen Infektionen durch Influenzaviren, RSV (Respiratory syncytial virus) oder Parainfluenzaviren

  • Isolation bei Tuberkulose

  • Isolation bei weiteren isolationspflichtigen nicht multiresistenten Erregern entsprechend den aktuellen Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI)

Exklusive

  • Isolation bei Verdacht auf Besiedelung oder Infektion mit isolationspflichtigen nicht multiresistenten Erregern mit anschließendem negativen Befund

Hinweis

  • Strukturmerkmale: Vorhandensein von speziell eingewiesenem medizinischen Personal, mindestens einem Krankenhaushygieniker und/oder einer/einem Krankenschwester/-pfleger für Krankenhaushygiene (Hygienefachkraft) unter Aufsicht eines Krankenhaushygienikers (Die Aufsicht durch den Krankenhaushygieniker ist auch in Kooperation möglich.)

  • Strukturmerkmale: Vorhandensein eines Hygieneplans

  • Mindestmerkmale: Durchführung von speziellen Untersuchungen zur Feststellung der Besiedelung oder Infektion mit einem isolationspflichtigen nicht multiresistenten Erreger

  • Mindestmerkmale: Durchführung von strikter Isolierung (Einzel- oder Kohortenisolierung) mit eigenem Sanitärbereich oder Bettstuhl (Vermeidung von Kreuzinfektionen). Die Isolation wird gemäß den jeweils aktuellen Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) aufrechterhalten

  • Mindestmerkmale: Wechsel von Bettwäsche, Bekleidung und Utensilien der Körperpflege (Waschlappen u.Ä.) gemäß den jeweils aktuellen Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI), ggf. täglich

  • Mindestmerkmale: Schutzmaßnahmen bei Betreten und Verlassen des Zimmers (zimmerbezogener Schutzkittel, Handschuhe, ggf. Mund-Nasen-Schutz, Einschleusen, Ausschleusen etc.)

  • Mindestmerkmale: Besondere Maßnahmen der Händedesinfektion vor und nach Patientenkontakt beim Umgang mit sporenbildenden Bakterien (alkoholische Desinfektion und Waschen der Hände)

  • Mindestmerkmale: Tägliche Desinfektion patientennaher Flächen gemäß den jeweils aktuellen Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI), ggf. mehrmals und/oder unter Einsatz besonderer Flächendesinfektionsmittel

  • Mindestmerkmale: Mindestens tägliche Fußbodendesinfektion und einmalige Schlussdesinfektion ggf. unter Einsatz besonderer Flächendesinfektionsmittel

  • Mindestmerkmale: Patienten- und Angehörigengespräche (ggf. auch Gespräche mit betreuenden Personen) zum Umgang mit isolationspflichtigen nicht multiresistenten Erregern

  • Mindestmerkmale: Spezifische Maßnahmen zur Behandlung oder Eradikation des Erregers nach den jeweils aktuellen Empfehlungen des RKI

  • Mindestmerkmale: Durchführung der folgenden Maßnahmen, wenn erforderlich: Einsatz von erregerspezifischen Chemotherapeutika/Antibiotika

  • Mindestmerkmale: Durchführung der folgenden Maßnahmen, wenn erforderlich: Durchführung der diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen unter besonderen räumlich-organisatorischen Bedingungen (z.B. im Patientenzimmer statt im Funktionsbereich; wenn in Funktionsbereichen, dann mit unmittelbar anschließender Schlussdesinfektion)