F31 Bipolare affektive Störung
Diagnoseschlüssel F31 aus dem ICD-10-GM 2026, amtliche Fassung des BfArM.
- Nicht endständig
F31 ist nicht endständig. Kodiert wird mit einem der 10 untergeordneten Codes.
Definition
Hierbei handelt es sich um eine Störung, die durch wenigstens zwei Episoden charakterisiert ist, in denen Stimmung und Aktivitätsniveau des Betroffenen deutlich gestört sind. Diese Störung besteht einmal in gehobener Stimmung, vermehrtem Antrieb und Aktivität (Hypomanie oder Manie), dann wieder in einer Stimmungssenkung und vermindertem Antrieb und Aktivität (Depression). Wiederholte hypomanische oder manische Episoden sind ebenfalls als bipolar zu klassifizieren.
Inklusive
Manisch-depressiv: Krankheit
Manisch-depressiv: Psychose
Manisch-depressiv: Reaktion
Exklusive
Untergeordnete Codes
- F31.0 Bipolare affektive Störung, gegenwärtig hypomanische Episode endständig
- F31.1 Bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische Episode ohne psychotische Symptome endständig
- F31.2 Bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische Episode mit psychotischen Symptomen endständig
- F31.3 Bipolare affektive Störung, gegenwärtig leichte oder mittelgradige depressive Episode endständig
- F31.4 Bipolare affektive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome endständig
- F31.5 Bipolare affektive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen endständig
- F31.6 Bipolare affektive Störung, gegenwärtig gemischte Episode endständig
- F31.7 Bipolare affektive Störung, gegenwärtig remittiert endständig
- F31.8 Sonstige bipolare affektive Störungen endständig
- F31.9 Bipolare affektive Störung, nicht näher bezeichnet endständig
Hinweise der übergeordneten Klassen
Inklusiva, Exklusiva und Hinweise übergeordneter Klassen gelten auch für F31.
F30-F39 Affektive Störungen
Text
Diese Gruppe enthält Störungen deren Hauptsymptome in einer Veränderung der Stimmung oder der Affektivität entweder zur Depression - mit oder ohne begleitende(r) Angst - oder zur gehobenen Stimmung bestehen. Dieser Stimmungswechsel wird meist von einer Veränderung des allgemeinen Aktivitätsniveaus begleitet. Die meisten anderen Symptome beruhen hierauf oder sind im Zusammenhang mit dem Stimmungs- und Aktivitätswechsel leicht zu verstehen. Die meisten dieser Störungen neigen zu Rückfällen. Der Beginn der einzelnen Episoden ist oft mit belastenden Ereignissen oder Situationen in Zusammenhang zu bringen.